Das Buch
Hoka Hey,
ich habe das Buch "TO KILL A BUFFALO" von Charles "Bam" Brewer aus dem Englischen übersetzt. Es ist im eigentlichen Sinne kein normales Buch, sondern ein 30-seitiges Heft im DIN A5-Format. Allerdings avancierte das Buch in Kreisen der Indianerfreunde, Westernhobbyisten und USA-Fans schnell zum Kultbuch.
Die 1. Auflage, die 2001 erschien, ist bereits restlos vergriffen.
Nun gibt es die ersehnte 2. Auflage.
Es enthält folgendes:
1. Vorwort von Dennis Kramer
2. Die deutsche Übersetzung der Geschichte "To Kill A Buffalo" von Charles "Bam" Brewer
3. Die Geschichte "Die Lakota - ein gebrochenes Volk" von Dennis Kramer. Die Geschichte erschien bereits als Artikel in einer großen deutschen Tageszeitung.
4. Indianische Zeichnungen vom bekannten deutschen Maler "Franziskus" Perger aus Farnewinkel. Die Zeichnungen wurden exklusiv für das Buch angefertigt.
5. Ein Aquarell von Malerin und Reiki-Meisterlehrerin Karin Weber aus Krumstedt.
6. Hinweise auf die Indianerreise auf die Ranch von Bam Brewer.
Ausschnitte aus dem Buch:
Der Anfang
Es war der 4. Februar 1998 und es wehte ein starker Wind über die Prärie von South Dakota. Trotzdem empfand ich es als warm und angenehm. Diesen Tag im Februar werde ich wohl niemals vergessen. Es war der Tag, als ich in unserem Reservat einen Büffel mit Pfeil und Bogen erlegen durfte.
Begonnen hat meine Geschichte allerdings schon vor fast zwei Jahren. Damals fuhr ich raus auf die Allen Game Ranch, denn ich hatte die Chance bekommen einen drei Jahre alten Büffelbullen mit Pfeil und Bogen zu jagen und zu töten.
Es war mein erster Versuch und, wie sich später herausstellte, sollte er gründlich daneben gehen,. Ich war viel zu sehr aufgeregt und nicht aufmerksam genug. Pay attention! Meinen Pfeil hätte ich lieber nicht loslassen sollen, denn den Bullen traf ich nur in die rechte Schulter und verletzte ihn...
Die Lakota - ein gebrochenes Volk
Sechs Indianern vom Stamm der Oglala Lakota Sioux sitzen in der Sweatlodge, einer indianischen Schwitzhütte. Es ist stockfinster und der Schweiß läuft ihnen von den nackten Körpern. Die Haut von Bam, Joe, Tom Yellow Boy, Virgil und Bam´s beiden Kindern ist von der Sonne gebräunt. Die totale Stille wird durch ein Knistern unterbrochen. Auf den heißen Steinen in der Mitte funkelt kurz irgendetwas auf. Der Duft von verbranntem „Sage“, dem wilden, amerikanischen Salbei, verbreitet sich sehr schnell in der kleinen Hütte. Plötzlich ein lauter, durchdringender Schrei. Yellow Boy erhebt einen hellen Gesang. Er singt von der Freiheit des Adlers bei einem Flug über die endlos weite Prärie. Unter ihm grast eine Herde von Büffeln, es sind tausende, so weit das Auge reicht. Dies ist ein Bild aus längst vergangenen Tagen, doch diese sechs Indianer sehen die Bilder vor sich, als wären sie dabei. Inzwischen ist es so heiß, dass kaum noch...